Schlagwort: keltern

Der eigene Apfelwein

Wie man in meinem Podcast hören konnte gehöre ich nun auch zu den Menschen die Ihren Apfelwein selbst keltern. Da hier in der Steinheimer Altstadt auch die Apfelweinstraße beginnt, war ich ja schon fast gezwungen das auch mal selbst auszuprobieren. 😉

Ich wurde nun nach einem Rezept gefragt.
Dann will ich mal versuchen, ob ich das so verständlich niederschreiben kann.

Bei 50 kg Äpfel bekommt man ca. 30-35 Liter Most raus, für meine 50 Liter habe ich knapp 90 kg benötigt.
Man sollte min. 3-4 verschiedene Apfelsorten mischen mit süßen und saueren Apfelsorten.
Wenn man die Äpfel zusammen hat, muss man sie häckseln und pressen. Ich habe mir dafür eine Lohnkelterei gesucht und mir so viel Zeit und Arbeit erspart.

Bevor es zum pressen kommt brauch man noch das Gärfass mit Zapfhahn und Gärspund. Ganz wichtig.
In dieses Gärfass wir dann der frisch gepresste Most eingefüllt. Wichtig dabei ist ca. 10% des Fassvolumens freizulassen. Damit der Apfelwein genug Platz hat um zu gären und der Schaum der sich bildet nicht aus dem Gärspund quillt.
Oben auf das Fass kommt also der Gärspund. Der muss bis zur Markierung mit Wasser oder Alkohol gefüllt sein. Was besser ist, da scheiden sich die Geister. Wichtig ist, das da Flüssigkeit ist damit das Gas vom Gärprozess raus, aber keine Fliegen etc. rein können. Das würde sonst bedeuten das der Wein kippt und die schöne Arbeit umsonst war.

Für das Fass brauch man einen Stabilen ruhigen und kühlen Platz. Ideal wären so zwischen 10-14 Grad Celsius.
Wenn möglich sollte das Fass auch nicht bewegt werden. Nach wenigen Tagen beginnt der Wein zu gären und es der Gärspund wird sich immer wieder bewegen. Das bedeutet das die Gärung eingesetzt hat und Gas entweicht.
Nach ca. 2 Wochen ist die Phase des Rauschers. Bei Wein bezeichnet man das als Federweisser.
Der Apfelwein hat noch nicht soviel Alkohol, aber es langt für einen ordentlichen Rausch. Daher auch der Name Rauscher.
Vor allem ist Vorsicht geboten, da er oftmals eine abführende Wirkung zeigt. Ist aber ein leckeres Stöffchen.

Dann heißt es weiterhin warten.

Gegen Weihnachten/Neujahr ist dann endlich die Phase erreicht wo man Ihn endlich abzapfen und kosten kann. Er hat dann die nötige Reife um Ihn zu kosten. Aber Vorsicht, er ist nicht vergleichbar mit dem Apfelwein der großen Keltereien. Nach meiner Meinung hat er mehr Apfelgeschmack und wirkt besser. 🙂
Gegen März ist dann der Apfelwein fertig und man hat einen süffigen lecken Äppler.

Ich hoffe die „Anleitung“ hilf euch weiter.
Nun könnt ihr selbst Hand anlegen und wisst dann auch was Ihr trinkt.

ich würde mich freuen wenn Ihr mir Rückmeldung gebt wie es bei euch gelaufen ist und ob ich eine kleine Hilfe geben konnte.

 

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EN 024 Ebbes selbstgemachter Äppelwoi

Nachdem nun Hausumbau und das Rubber Witch Project vom Tom Funker und der abgeschlossen sind wird es wieder Zeit sich dem Hessischem Land und der Kultur zu widmen.

Diesmal gehts um den hessischen Apfelwein.
In dieser Folge erfahrt Ihr wie man Apfelwein herstellt, was für Zubehör, Bedingungen und Zeit man einplanen muss. Dies beruht natürlich auf den subjektiven Erfahrungen und Vorlieben von mir selbst und ist nicht bindend.

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